Erläuterung
Die chemisch in die Gruppe der Celluloseether gehörende Methylethylcellulose ist ein Abkömmling der Cellulose (E 460). Im Gegensatz zu dieser ist Methylethylcellulose jedoch gut wasserlöslich. Sie verleiht Flüssigkeiten eine zähflüssige Konsistenz und bildet beim Erhitzen starke Gele aus. Ihre chemische Struktur verleiht der Verbindung darüber hinaus stabilisierende Eigenschaften. Weil sie unempfindlich gegen Alkohol ist, eignet sich Methylethylcellulose zum Verdicken alkoholischer Getränke.
Herstellung
Methylethylcellulose wird durch chemische Reaktion aus natürlicher Cellulose (E 460) gewonnen. Der Einsatz gentechnisch veränderter Organismen ist möglich.
Einsatz
Methylethylcellulose ist ohne Höchstmengenbeschränkung (quantum satis) für Lebensmittel allgemein zugelassen. Ausgenommen sind lediglich unbehandelte und solche Lebensmittel, die nach dem Willen des Gesetzgebers nicht durch Zusatzstoffe verändert werden sollen. Sie wird unter anderem eingesetzt in:
- Desserts
- Likören
- energiereduzierten Lebensmitteln
qs = quantum satis (wörtlich etwa: ausreichende Menge). Eine Höchstmenge ist nicht vorgeschrieben. Es darf jedoch nur soviel eingesetzt werden, wie für die gewünschte Wirkung unbedingt notwendig ist.
Sicherheit
- ADI-Wert: nicht festgelegt
- Methylethylcellulose gilt als unbedenklich.
- Als löslicher Ballaststoff wird sie vom menschlichen Organismus nicht verwertet.